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Montag, 10. Juni 2013

Kolbensee zwischen Vockenrot und Nassig



Von Vockenrot kommend erreicht man den See der Hauptstraße Richtung Nassig folgend. Am Ende des Walds führt rechts ein Weg durch Felder und Wiesen zum Kolbensee. Am Ende des Weges erreicht man den größeren der beiden Seen. Etwas weiter unten, fast schon versteckt, der kleinere Kolbensee. Hier fühlen sich Enten und Teichhühner wohl. Erdkröten, Frösche und andere Amphibien nutzen in großen Scharen den See als Laichgewässer. Auf der Wiese vor den beiden Seen, tummeln sich im Frühjahr und Sommer zahlreiche Insekten wie Schmetterlinge, Käfer und Libellen. Auch die Vogelwelt schätzt das idyllische Fleckchen, so dass Graureiher am See auf Nahrungssuche gehen. Wunderschön blühen im Sommer die Seerosen auf dem kleineren der beiden Seen, während der große Kolbensee mit zahlreichen Rohrkolben, dem See seinen Namen schenkte.
 
 Der große Kolbensee




 Der kleine Kolbensee



Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)

Dienstag, 9. April 2013

Gewöhnliche Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris)


Naturschutzgebiet Rammersberg

In einem von weiten Feldern umrandeten Anhöhe bei Unterwittbach findet man den Boxberg. Das Landschaftsschutzgebiet ist klein und hat dennoch viel zu bieten. Noch an keiner Stelle habe ich eine dichtere Ansammlung der Küchenschellen vorgefunden. Eine ganz kleine Wiese etwas versteckt beherbergt eine einzigartige Flora & Fauna. Den nahen Frühling leiten die Küchenschellen dort als eine der erster Frühblüher ein. Dieses Jahr hab ich die  behaarten Triebe schon am 3. März vorgefunden. Man erkennt sie nur bei genaueren hinsehen und dem Wissen dass sie dort wachsen.
In wenigen Tagen je nach Wetterlage ist die gesamte Wiese von blau-violetten Blüten übersät. Besonders schön anzusehen sind diese Pflanzen am am Morgen oder in der schwindenden Abendsonne. Dann glänzen die feinen Haare in der Sonne und und verleihen der Silhouette einen besonders strahlenden Glanz. Bei Regen und in der Nacht, schließt sich die aus sechs Blätter bestehenden violetten Blüten und lassen den Kopf nach unten hängen. Die Pflanzen lieben sonnige, trockene Grasflächen, Steppenheiden, Hänge und Kalkmagerrasen. Wenn die Pflanze längst verblüht ist, bleiben ihre behaarten  filigranen Samen noch eine Zeit erhalten und ihre Tentakeln strecken sich der Sonne entgegen.
Sind ihre silbrig zottligen Samenstände vollkommen reif, verbreiten sie sich mit dem Wind und fallen zu Boden. Selbst dort ist die Reise noch nicht zu Ende. Der lange Samen kann sich durch Ausdehnung und zusammenziehen am Boden fortbewegen. So kann er sich auch in den Boden eingraben und als neue Pflanze im folgenden Jahr erwachen.


Am späten Nachmittag am Bocksberg



Karlstadt im NSG Saupurzel

Karlstadt im NSG Kalbenstein

NSG Thüngersheim Höfeldplatte bei Regen

Auf dem Bocksberg im letzten Abendlicht




Samstag, 23. März 2013

Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) am Rammersberg



 Naturschutzgebiet Rammersberg in Unterfranken
 

Das Adonisröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und gedeiht auf kalkhaltigem Boden an warmen trockenen Stellen. Seine bevorzugten Standorte bilden Steppen- und Trockenrasen. Da diese Rasenarten jedoch rar sind, ist auch das Adonisröschen in den meisten Gegenden äußerst selten.


In Deutschland findet man das Adonisröschen am häufigsten in Thüringen bei den Drei Gleichen, so wie in Unterfranken auf dem ca. 18 Hektar großen Naturschutz und Trockengebiet Rammersberg zwischen Karlburg und Wiesenfeld. An anderen Stellen sind nur sehr vereinzelt noch wenige Exemplare anzutreffen. Daher wundert es nicht, dass das Adonisröschen streng unter Naturschutz steht.

Im Frühling treiben aus dem Wurzelstock ca. 10 bis 40 cm hohe Stängel aus. Zwischen Ende März und Anfang Mai blüht das Adonisröschen in kräftig leuchtendem Gelb. An einer Pflanze wachsen meistens mehrere bis zu 7 cm große Blüten die sich je nach Sonnenstand dem Licht der Sonne folgen. Morgens sind diese meistens noch geschlossen. In der Mittagssonne entfalten sie jedoch ihre prächtigen Blüten mit ihrem unverkennbaren Glanz.





Alljährlich ist es eine Freude, diese Vorboten des Frühlings in ihrem natürlichen Habitat zu bewundern. Die Kraft der wärmenden Sonne überziehen als bald mit goldgelben Blüten in Kolonien den Rammersberg. Das kräftige, satte Gelb ist Balsam für Augen und Seele. Jetzt sind die grauen, langen Tage des Winters endgültig vorbei.